Galerie Ruta Correa

12. November 2001 bis 2. Februar 2001
20 Jahre Galerie Ruta Correa

 

Antonio Segui, 1994
Señor y perro, Gouache 20 x 14 cm



OCTAVIO BLASI - ALEX CERVENY - MARIPAZ JARAMILLO - CLEMENCIA LABIN MAGALI LARA - LEOPOLDO NÔVOA - LUIS FERNANDO PELÁEZ OFELIA RODRIGUEZ - VIVIAN SCHEIHING - ANTONIO SEGUI - PAULO WHITAKER

20 Jahre Engagement für zeitgenössische lateinamerikanische Kunst - ein Resumée mit Zitaten von Volker Bauermeister, aus einem Text für die Frankfurter Allgemeine Zeitung: "Den Blick für das Naheliegende entwickelten die Lateinamerikaner gerade aus der Distanz. Joaquin Torres-Garcia verbrachte Jahrzehnte in Europa und entwarf eine südamerikanische Ästhetik. Tarsila do Amaral zum Beispiel brauchte den Umweg über Paris, um Brasilien zu entdecken. Die Sicht auf das Eigene reflektiert in solchen Fällen dann auch die europäische Sehnsucht nach dem Fremden, dem unvergleichbar Anderen. Einige Europäer reagierten enthusiastisch. Aber einer Stimme wie der Artauds, seinem Loblied auf Maria Izquierdo, schloß sich kein großer Chor an. Neben den mexikanischen Muralisten wurde Frida Kahlo bekannt - und Botero natürlich. Allzu vieles blieb ungesehen, jüngere Künstler kamen in europäischen Galerien kaum vor. Ruta Correa, die lange in Kolumbien gelebt hatte, erkannte dies als Mangel." ... "Da.ß man mit lateinamerikanischer Gegenwartskunst hierzulande Neuland betrat, war der Sinn, der Reiz des Unternehmens." ... "Bei aller schlechten Erfahrung mit Etiketten und Vorurteilen - die Frage, was an der lateinamerikanischen Kunst das Lateinamerikanische sei, will Ruta Correa nicht gänzlich unbeantwortet lassen. Kurz und deutlich erklärt sie, es sei die Ironie, die Selbstironie, die sie an den Künstlern aus Brasilien, Argentinien, Kolumbien oder Kuba schätze. Die Ironie als ein Mittel, in einem politisch und sozial unwirtlichen Klima zu überleben." ... "Lächelnd zeigt die Kunst die Zähne" ... "Wer sich auf diese Südamerikaner einläßt, dem kommen sie nicht gerade handzahm entgegen. Kleine Attacken und Fouls gehören zum Spiel. Wie die gemimte Ahnungslosigkeit des durch seine sarkastische Mickymaus-Serie bekanntgewordenen Octavio Blasi: Ich habe doch nur ein schönes Bild gemalt."

Eröffnung unserer Jubiläumsausstellung
Sonntag, 12. November von 11 bis 14 Uhr.

 

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