|
Vom 3. April bis zum 5. Juni 1998 zeigen wir Arbeiten in verschiedenen Techniken von
OCTAVIO BLASI zum Thema "Das Portrait". Zur Ausstellungseröffnung am Freitag, dem 3. April von 19 bis 21 Uhr sind Sie und Ihre Freunde sehr herzlich eingeladen. Der Künstler wird anwesend sein.
Obwohl Octavio Blasi seit 1 991 bereits mit 3 Einzelausstellungen und 2 Ausstellungsbeteiligungen in unserer Galerie vertreten war, hat uns dieser Künstler immer wieder aufs Neue mit seiner Vielseitigkeit, Phantasie und Humor überraschen können: von der Serie auf handgeschöpftem Papier mit einer gepeinigten Mickymaus als Stellvertreterin für die Kunst, über Arbeiten auf Holz in einer Kombination aus Holzschnitt und Malerei, die hintergründig-ironische Lebensmittelserie, Druckgraphik, bis hin zu den Gollagen über die kleinen und großen Katastrophen des Lebens, gefolgt von Leinwänden, die an deren kompositorische Elemente anknüpfen. Aus einem abschließenden Rückblick des Künstlers entstanden plötzlich 2 oder 3 Selbstportraits, die ihm wie die Quintessenz seiner Selbstbefragung erschienen. Daraus entwickelte sich eine Serie von männlichen, anonymen Gesichtern, die zwar noch eine gewisse Ahnlichkeit mit ihm haben, jedoch ebenso das Portrait anderer Personen sein könnten. Schließlich führte dies zu einer einfachen Silhouette, in der sich sowohl Alte als auch Junge, männlich oder weiblich, wiederspiegeln können. Im Verlauf dieses Prozesses fand eine zunehmende Annäherung an die Abstraktion statt, die mehr Unabhängigkeit und emotionale Freiheit zum behandelten Sujet zuläßt. ,,Ich mag die Vorstellung, nach der das Werk versucht über das hinauszugehen, was es in materieller Hinsicht ist, daß es wie eine offene Tür ist zu etwas anderem, ein Mittel, uns über uns selbst zu befragen. Ich glaube auch daß es fähig sein soll, Empfindungen zu erzeugen übrigens oft unübersetzbare. Unumgängliche und unkontrollierbare Elemente kommen während der Schaffensphase ins Spiel und es scheint mir wichtig, diesen unerklärbaren und mysteriösen Freiraum zu bewahren. Was kann uns angesichts eines Werkes besseres passieren, als daß eine Art Verbindung entsteht und wir fühlen, daß mit dieser Beziehung etwas von Bedeutung geschehen ist." Octavio Blasi « zurück zur Startseite |