08. September - 20. Oktober 2000
Moritz Götze

Einladungskarte
siehe auch die Ausstellung von 1998
Seit meiner ersten Begegnung mit den Arbeiten von Moritz Götze auf der ART Frankfurt 1990 habe ich dem Künstler insgeheim den Titel Lateinamerikaner h.c. verliehen. Mit leuchtender Farbigkeit und konturierten Formen erzielt er optimistische Geschichten, in denen er alltägliche, ornamentale und phantasievolle Elemente verbindet. Diese gelebten Träume strahlen eine wohltuende Portion Humor und Unbekümmertheit aus, die auch schlimme Situationen mit einem Augenzwinkern meistern helfen. So auch in einem Text von R·iger Giebler im Katalog zu seinen Ausstellungen in New York: Götze gelingt ein äußerst klarer und freundlicher Entwurf, selbst Katastrophen haben in dieser Traumwelt noch ein menschliches Maß mit Unterhaltungswert, der keine Gewissensbisse hervorruft." Genau diese Gabe ist es, die auch in Lateinamerika so häufig anzutreffen ist.
MORITZ GÖTZE wurde 1964 in Halle geboren. 1981 Lehre als Möbeltischler. 1983-84 in mehreren Berufen tätig. 1986 Aufbau einer eigenen Graphikwerkstatt. 1991-94 Lehrauftrag für Serigraphie an der Burg Giebichstein, Hochschule für Kunst und Design Halle. 1994 Gastprofessur an der Ecole Nationale Supeieure des Beaux-Arts Paris. 1994-95 keramische Wandgestaltug für den Lichthof des Messehauses Specks Hof in Leipzig. 1996 Kunstförderpreis des Landes Sachsen-Anhalt. 1997 Graphikpreis der Vereinigten Zigarettenfabriken Dresden. 1999 Zeichnungen für das gemeinsame Buch mit Manfred Krug "66 Gedichte, was soll das?"; Kunstpreis der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken. 2000 Gestaltung des Erscheinungsbildes für die Leipziger Buchmesse. Der Künstler lebt und arbeitet in Halle.
EINZELAUSSTELLUNGEN seit 1984 in Deutschland, Belgien und USA, zuletzt (u.a.): 1998 Galerie Ruta Correa in Freiburg und in Mulhouse/Frankreich; Stadtmuseum Siegburg. 1999 Stadtmuseum Dresden; Schloßmuseum Mosigkau, Dessau; Lindenau-Museum Altenburg; Museum f· Junge Kunst, Frankfurt/Oder; Kunstverein Talstraße, Halle; Nord-LB, Braunschweig; Mercedes Benz, New York. 2000 Galerie Himmelreich, Magdeburg; Zeitkunst Galerie, Schloß Teutschental; Galerie Klotz, Passau; Galerie Kunstschalter, Ulm; Buchmesse Leipzig (Galerie Rothamel); Galerie Sperl, Potsdam; Galerie Behringer, Gauting und München; Galerie Rothamel, Erfurt; Galerie Ruta Correa, Freiburg.
Zahlreiche AUSSTELLUNGSBETEILIGUNGEN, Auswahl: 1992 "Zwischen den Seiten", Brandenburgische Kunstsammlung Cottbus. 1994 "Bekömmlich", Kunsthaus Hamburg. 1995 "De Gemartelde Tijd", Leuven/Belgien. 1997 "Boh?e und Diktatur", Deutsches Historisches Museum, Berlin. 1999 "Aufstieg und Fall der Moderne", Weimar.
BAUGEBUNDENE ARBEITEN: 1987 Jugendclub "Philipp Müller", Halle. 1989 Jugendclub "Heide Nord", Halle. 1995 Specks Hof, Leipzig. 1996 Telekom, Leipzig. 1997 Sparkassenakademie, Potsdam und LVA-Halle, Sellin/Rieen. 1998 Krankenhaus Altenburg, Sparkasse Gelnhausen, Berufsförderungswerk Halle und Sporthalle Berlin-Treptow. 2000 Bundeswirtschaftsministerium Berlin.
Freiburg, im September 2000