Galerie Ruta Correa

7. November - 20. Dezember
Emmanuel Nassar

 

Funit, Mischtechnik auf Papier, 50 x 70

 

Zur Eröffnung am Freitag, dem 8. November von 19 bis 21 Uhr sind Sie und Ihre Freunde sehr herzlich eingeladen.

,,Seine Arbeiten sind in ihrer klaren, scharf umrissenen Formensprache, die effektvoll in kräftigen Farbakzenten abstrakte und gegenständliche Motive wiedergeben, unverwechselbar. Die meist geometrische Grundstruktur seiner Bilder in stark kontrastierenden, leuchtenden Farben und ihre dekorativen, in ihrer Einfachheit und Reduktion bestechenden Muster und Motive sind einer populären regional geprägten Kultur der Vorstädte entlehnt. Bewußt greift dieser Künstler, der in Brasilien als Maler der Vororte gilt, in seinen Bildern gestalterische Momente einer Kultur auf, die sich jenseits der offiziellen Kunst und Kultur im Abseits entfaltet und von Namenlosen anonym und intentionslos, fernab von gängigen Kunstrichtungen und internationalen Kunstströmungen naiv hervorgebracht wird. In den Vororten, an der Peripherie der großen Zentren, am Rande, in der Provinz findet Nassar Elemente einer volkstümlichen, trivialen Bildkultur, die vereinfachend, plakativ und kontrastreich in starkfarbigen, kraftvollen Effekten der Lust am Ornament und der Liebe zum Dekor Ausdruck gibt. Die grellbunte Bemalung von Blechspielzeug, die leuchtenden geometrischen Muster von buntangestrichenen Holztischen und rohen Stühlen, die in kräftigen Farben bemalten Kisten, Kästen und Verschläge, die mit bunten Plakaten und großen Reklameflächen bedeckten Mauern und Bretterwände, auf denen mit Hilfe von strahlenden Farben und lebendigen Mustern die Tristesse des Alltags übertüncht wird, verwandeln sichin Emmanuel Nassars Werken ... in ausdrucksvolle Ikonen einer Alltagskultur, die durch Vitaltät, Witz und Schönheit überzeugen."

(Aus Katalog 1988 ,,Brasil Jä, Beispiele zeitgenössischer brasilianischer Malerei", S. 155)

 

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